HOSP Jakob


Kekulé-Nr :
DS-Nr.:
geboren :
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Quelle :
1024
235

Berwang
rk
Berwang KB Berwang

Lebensort :
   

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Trauzeugen :
07.04.1643 Berwang Wünckster (Winkler) Margaretha
Berwang KB Berwang
Johannes Zimmermann

SONSTIGES

Gemäß dem Buch von Karl Finsterwalder "Die Familiennamen in Tirol", Schlern-Schriften Nr. 81, Innsbruck 1951 ist der Name Hosp im ì Außerferngebiet seit dem 16. Jh. stark verbreitet. 1427 taucht der Name Hoschp bei Berwang erstmals auf. Aus dem "Verzeichnis der ì Untertanen der Tiroler Landesfürsten im Inntal und Vintschgau vom Jahre 1427", Kodex oder Handschriftenband 12 im Landesarchiv Innsbruck ì Blatt 93 (Fotos und Abschrift in den Unterlagen) lassen sich vier "Stammfamilien" Hosp entnehmen, zu denen aber noch keine Verbindung ì hergestellt werden konnte: Mang Hoschp mit Frau und Kind Wendl Vtz Hoschp mit Frau und Kindern Michl, Christl und Els Hainz Hoschp mit Frau und Kindern Hennsl, Christl und Barba Hanns Hoschp mit Frau und Kindern Oswalt, Kunigund, Elli, Burl und Greth Finsterwalder führt weiterhin 1473 einen "Stef. Hoschp uss Berwang" auf und verweist auf das Allgäuer Geschlechterbuch, Bände 19 und 26, ì herausgegeben von Weitenauer in Kempten. Nach Finsterwalder leitet sich Hosp vom schwäbischen Wort "Hoschpes" für Gastwirt ab (Fischer ì und Pfleiderer: Schwäb. Wörterbuch, Tübingen ab 1904), möglicherweise auch aus der Gaunersprache. Wahrscheinlicher hält Finsterwalder ì aber die Ableitung aus dem Klosterlatein (hospes noster, also unser Gastgeber) und würde damit auf den Beruf hinweisen. Hospes im 13. Jh ì in einem Verzeichnis des Klosters Isny (Allgäuer Geschlechterbuch s.o. Band 11, 5) neben lauter deutschen Berufsnamen. Den schweizer ì Namen "Hospes" führt er auf Urkundenlatein zurück (hospes = Zugewanderte, vgl. Schweizer Idiotikon Band 2, Frauenfeld - Zürich und O. ì Stolz: "Rechtsgeschichte des Bauernstandes in Tirol", Bozen 1949). In der "Steuerliste des Gerichtes Imst von 1275", im Haus- Hof- und Staatsarchiv Wien, Repert VI, Abschrift in "Schlern-Schriften Nr. ì 44, Innsbruck 1939 S 34 f taucht "Hospes supra Puehel 1 Ib" auf. In der "Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, herausgegeben von dem Landesarchiv Karlsruhe, Band 6 1855" wird auf einen ì Grundstückskaufvertrag 1279 zwischen Rudofus Hospes, Bürger in Waldshut, und dem Kloster St. Blasien eingegangen.

Stand : 30.09.2002
Erstellt mit PC-AHNEN 2003