Heimatmuseum Simmern
Ausstellung zum 100. Geburtstag

Seine Bilder

 

Der Maler Jupp Hosp

Maria Johann Josef Hosp, unter dem Rufnamen ,,Jupp" bekannt. Er besuchte Simmern die Volksschule und das Gymnasium. Dann erlernte er zunächst bei seinem Vater das Metzgerhandwerk und schloß die Lehre mit der Gesellenprüfung ab.
 Da er in künstlerischer Hinsicht sehr talentiert war, bewarb er sich um die Aufnahme an der Kunstakademie in München und wurde dort auch nach Einsichtnahme der von ihm vorgelegten Arbeiten ohne weitere Prüfung aufgenommen. Von München wechselte er zur Kunstakademie nach Düsseldorf. In den Semesterferien unternahm er Studienreisen nach Italien, Österreich, Ungarn, Rumänien und in die Türkei
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lm Jahr 1930 hielt er sich 9 Monate mit einem Staatsstipendium in Rom, Venedig und Mailand auf. lm Jahr 1931 lebte er als freischaffender Maler in Paris. Dann war er als Porträtmaler in Bern in der Schweiz und in Berlin tätig.Im Jahr 1932 war er wieder Meisterschüler bei Professor Heinrich Nauen an der Kunstakademie in Düsseldorf und beendete anschließend seine Studienzeit bei Professor Julius Hess an der Münchner Kunstakademie.
In den Jahren 1936 bis 1938 war er als freischaffender Künstler in der Heimat tätig, übernahm das elterliche Unternehmen und heiratete Lisel Kofler aus Bad Homburg vor der Höhe. In dieser Ehe wurde im Jahr 1941 die Tochter Brigitte und im Jahr 1944 der Sohn Wolfgang geboren.
Jupp Hosp wurde im März 1940 zur Wehrmacht einberufen. Im Jahr 1941 wurde er bei der Kriegsmarine in Wilhelmshaven als technischer Zeichner in einem Rüstungsberrieb eingesetzt. Gegen Ende des Krieges machte man ihn noch zum Führer einer Volkssturmtruppe. lm Jahr 1945 kam er in Stettin in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er sich im Dezember desselben Jahres nach Bad Homburg, dem Geburtsort seiner Frau, absetzen konnte. Von hier aus kehrte er in seine Heimat, auf den Hunsrück, zurück und übernahm im Jahr 1953 wieder den "Pfälzer Hof", nachdem er zum zweiten Male geheiratet hatte. Seine Frau Hannelore geb. Tegeler schenkte ihm in der Ehe einen Sohn, Ralf und zwei Töchter, Barbara und Cornelia. Bis zum März 1964 widmeten sich Jupp Hosp und seine Frau ganz dem Unternehmen. Sie gestalteten die alte Gaststätte stilgerecht durch mehrere Um- und Erweiterungsbauten aus. Seit 1964 widmete sich Jupp Hosp wieder ganz seinen  künstlerischen Neigungen und war als freischaffender Porträt- und Landschaftsmaler tätig.
Er war damit einer der wenigen Künstler, die auf dem Hunsrück arbeiteten. Der "Pfälzer Hof" wurde 1969 von Ihm verkauft. Von 1965 bis 1974 betrieb das Ehepaar ein Pension in Meersburg am Bodensee.
1974 erwarb er in Hatzenport an der Mosel Das "Gasthaus zur Traube”.Es wird heute von seinem Sohn Ralf Hosp bewirtschaftet.

Jupp Hosp malt Kurt Jürgens